8. Juni 2017 | Großfamilie

Weihnachten, Geburtstag und Großfamilienbesuch

Für Lukas und Johannes aus dem SOS-Kinderdorf Hinterbrühl gibt es jedes Jahr neben Weihnachten und Geburtstag noch ein anderes wichtiges Großereignis: den Großfamilienbesuch und das gleich mehrmals .

Seit dem Herbst 2012 leben die Brüder in einer SOS-Kinderdorf-Familie gemeinsam mit vier Hausgeschwistern und ihrer SOS-Kinderdorf-Mutter. Auch wenn sie nicht bei ihren leiblichen Eltern leben können, spielen diese eine wichtige Rolle in ihrem Leben. Genau genommen, nicht nur die Eltern, sondern die ganze Großfamilie. Alle möchten gerne Zeit mit den beiden Buben verbringen.

"Da gibt es für mich schon einiges zu organisieren, damit alle Besuche für alle Kinder in unserer SOS-Kinderdorf- Familie regelmäßig stattfinden können", erklärt die SOS-Kinderdorf- Mutter. Der Kontakt und die Beziehung zur Herkunftsfamilie haben im SOS-Kinderdorf einen hohen Stellenwert, ganz unabhängig davon, ob eine spätere Familienzusammenführung wahrscheinlich ist oder nicht.


 
Illustration creativemarket.com

 

Großfamilie zweimal im Jahr

Da die Eltern von Lukas und Johannes getrennt leben, kommen sie jeweils extra regelmäßig ins SOS-Kinderdorf zu Besuch. Genauso wie die Großmutter mütterlicherseits, bei der die beiden Buben einige Zeit gelebt haben. Damit auch noch Tanten, Onkel, Omas und Opas Zeit mit den beiden Buben verbringen können, hat man sich etwas Besonderes einfallen lassen: den Großfamilienbesuch. Jeweils zweimal pro Jahr kommen die Mutter und der Vater von Lukas und Johannes mit ihren engsten Familienangehörigen zu Besuch ins SOS-Kinderdorf.
 

Eltern können Eltern sein

"Das sind tatsächlich ganz besondere Anlässe für unsere Kinder, für die wir immer bereits ein halbes Jahr im Voraus Termine festlegen", erzählt die SOS-Kinderdorf-Mutter. Für die Großfamilienbesuche wird ein großer Besuchsraum gemütlich und ein bisschen festlich vorbereitet. Die SOS-Kinderdorf-Mutter heißt die Gäste willkommen und erzählt Aktuelles aus dem Alltag der Kinder.

 

Wertschätzung für die Herkunftsfamilie

"Dann ziehe ich mich ganz bewusst zurück und lasse die Familie einen schönen Nachmittag verbringen. Dann wird gejausnet, geplaudert und natürlich auch gespielt", so die SOS-Kinderdorf-Mutter. "In meiner langjährigen Tätigkeit als Kinderdorf-Mutter wurde mir bewusst, wie wichtig es ist, der Herkunftsfamilie mit Wertschätzung und Respekt zu begegnen."


"Es ist mir ein Anliegen, den Eltern in dieser Zeit ein unbelastetes Elternsein mit ihren Kindern zu ermöglichen."

SOS-Kinderdorf-Mutter


 

60 Jahre SOS-Kinderdorf Hinterbrühl

In den letzten zehn Jahren sind im SOS-Kinderdorf Hinterbrühl viele neue Angebote für Kinder und Jugendliche entwickelt worden. Neben elf SOS-Kinderdorf-Familien bieten zwei sozialpädagogisch-therapeutische Wohngruppen, Betreutes Wohnen für Jugendliche und vier Kinderwohngruppen unterschiedliche Betreuungsmöglichkeiten. Mit dem Eltern-Kind-Wohnen besteht ein familienstärkendes Angebot, in dem Kinder gemeinsam mit ihren Eltern betreut werden können. Seit rund eineinhalb Jahren haben auch Flüchtlingsfamilien während der Zeit ihres Asylverfahrens ein Zuhause gefunden.
 

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