Anlässlich eines Besuches des SOS-Kinderdorfes Wienerwald in den Hinterbrühl 1959 war ich über die ganze Anlage, die netten Familienhäuser und die freundlichen Muttis sowie vor allem die glücklichen Gesichter der Kinder so beeindruckt, dass ich mich spontan entschloss, diese Einrichtung zu unterstützen. Und seither bin ich Mitglied der SOS-Kinderdörfer und Besitzerin einer Ehrennadel.
Ich war damals schon Witwe und hatte zwei Söhne, aber dieses Opfer war mir nie zu groß. Ein Erlebnis von damals werde ich wohl nie vergessen. Ein Bub stand abseits von einer Kindergruppe. Ich fragte ihn wie er heiße, und er sagt: "Ich bin der Ignaz." Es war der 31. Juli und ich feierte an diesem Tag auch meinen Namenstag. So sagte ich: "Da haben wir ja heute gemeinsam unseren Namenstag", griff in meine Tasche und gab ihm ein Packerl Schnitten, die er freudig in Empfang nahm. Was wohl aus diesem Ignaz geworden ist? Ich wünsche dem SOS-Kinderdorf ein glückliches Weiterwachsen zum Segen für die Kinder.