Der Dalai Lama bei seinem Besuch im September 2007 im SOS-Kinderdorf Hinterbrühl.Der Bau zahlreicher tibetischer SOS-Kinderdorf-Einrichtungen geht auf seine unmittelbare Initiative zurück. Zwischen Hermann Gmeiner und dem Dalai Lama entstand mit der Zeit eine Freundschaft, die von SOS-Kinderdorf-Präsident Helmut Kutin bis zum heutigen Tag fortgesetzt wird.
"Die großartige Arbeit von SOS-Kinderdorf ist in die Tat umgesetzte Nächstenliebe. Die bahnbrechende Idee und das umfassende Konzept, verwaisten und verlassenen Kindern eine Familie und ein bleibendes Zuhause zu bieten, hat die Kinderfürsorge weltweit beeinflusst. Die SOS-Kinderdörfer sind zu Modelleinrichtungen in jedem Kontinent geworden. Vor allem zeigen die SOS-Kinderdörfer, dass es möglich ist, Kinder aller Rassen, Nationen und Religionen in einer Gemeinschaft von Brüdern und Schwestern zusammenzuführen. Das Band, das diese Gemeinschaft zusammenhält, die Basis ihrer Erziehung ist die Liebe.
SOS-Kinderdorf praktiziert weltweite Verantwortlichkeit und ist, inmitten einer krisengeschüttelten Welt, ein Lichtsignal der Hoffnung. Der Hoffnung darauf, dass sich mit der richtigen Einstellung und mit tatkräftigem Einsatz Friede und Glück durchsetzen werden.
SOS-Kinderdorf hat einen ganz besonderen Platz im Herzen hunderter tibetischer Kinder. Dank der Zuwendung und Unterstützung von SOS-Kinderdorf konnten Hunderte von notleidenden und verwaisten Kindern aus Tibet in den verschiedenen Dörfern, Schulen und Jugendhäusern versorgt, betreut und aufgezogen werden. Die Hilfe, die wir von SOS-Kinderdorf erhalten haben, ermöglichte es, unsere Kinder im Einklang mit den traditionellen Werten der tibetischen Kultur aufzuziehen, sie aufs Leben vorzubereiten, so dass sie in eine moderne Gesellschaft hineinwachsen und ihren Beitrag an die Welt leisten.
Das SOS-Kinderdorf-Werk ist groß und hilfreich, nicht nur für die Tibeter, sondern für alle Menschen. Es ist ein Werk, das keine Rassen und Ideologien kennt, nur Menschen. Jeder strebt heute nach Glück und möchte nicht leiden, aber unsere Zeit ist nicht gesund. Es gibt viele Krisen. Deshalb ist es besonders wichtig, das Mitdenken und Mitfühlen zu pflegen. Am besten beginnt man so, wie es Hermann Gmeiner tat: Mit einem großen Herz für Kinder.
Ich beglückwünsche SOS-Kinderdorf von ganzem Herzen zu seiner großartigen humanitären Arbeit und wünsche der Organisation viel Erfolg für all ihre zukünftigen Einsätze und Bemühungen". [Dalai Lama]