Im Jahr 2007 besuchte der Dalai Lama die Kinder und Jugendlichen im SOS-Kinderdorf Hinterbrühl. Im Jahr 1957 gründete Hermann Gmeiner das SOS-Kinderdorf Hinterbrühl in Niederösterreich. Das vierte SOS-Kinderdorf Österreichs wuchs mit zum größten SOS-Kinderdorf in Österreich und auch in Europa heran. Im Laufe der Jahre entstanden im Umfeld des SOS-Kinderdorfes weitere Einrichtungen.
Im SOS-Kinderdorf werden heute rund 90 Kinder und Jugendliche betreut, 65 davon in den SOS-Kinderdorf-Familien und 25 im SOS-Kinderwohnen.
Am Gelände des SOS-Kinderdorfes Hinterbrühl befindet sich auch das Bienenhaus, ein Diagnose- und Therapiezentrum des SOS-Kinderdorfes. Kinder in schwierigen Lebenssituationen finden dort kurzzeitig Hilfe. Ein interdisziplinäres Team versucht behutsam zu verstehen, welchen Hintergrund die Schwierigkeiten haben und bietet darauf aufbauend Unterstützungsmaßnahmen an. In den beiden Diagnosegruppen begleiten wir zwölf Kinder meistens 3-6 Monate lang. In einer mittelfristigen therapeutischen Kinderwohngruppe mit sechs Kindern wird nicht nur mit Kindern, sondern auch mit deren Eltern gearbeitet, damit eine gute Rückführung in die Ursprungsfamilie möglich ist.
Im Familienprojekt werden Kinder mit ihren Eltern (meist ist es nur ein Elternteil) aufgenommen und in ihrer Beziehungs- und Erziehungskompetenz gestärkt. Wenn die Familie wieder an ihren Wohnort zieht, begeleitet das SOS-Team die Familie noch solange, bis sie wieder gut auf eigenen Beinen stehen kann.
90 Kinder und Jugendliche finden im SOS-Kinderdorf Hinterbrühl ein liebevolles Zuhause.In der Region Niederösterreich gibt es vier sozialpädagogisch-therapeutische Jugendwohngemeinschaften, in denen Jugendliche mit besonderen Schwierigkeiten betreut werden. Drei dieser Wohngemeinschaften sind im Jugendhaus Hinterbrühl, eine ist das Jugendhilfszentrum Guntramsdorf. Guntramsdorf ist auch die Basis unseres Arbeitsprojektes Ar.SOS., in denen acht Jugendliche „jobready“ gemacht werden. Dort lernen Jugendliche, die noch nicht ganz reif für den Arbeitsprozess sind, die wichtigsten Arbeitshaltungen und werden dann in den Arbeitsmarkt begleitet.
Am Gelände des Jugendhauses ist auch eine sozialpädagogische Förderklasse der Hermann Gemeiner Schule untergebracht.
In der Nachbetreuungsstelle in Mödling wird Frauen und Männer geholfen, die dem SOS-Kinderdorf bereits entwachsen sind und in Not geraten.