In Bregenz bietet SOS-Kinderdorf jungen Menschen Lebens- und Entwicklungsmöglichkeiten in
- zwei sozialpädagogisch betreuten Wohngemeinschaften für zwölf Jugendliche,
- zwei Kleinwohnungen innerhalb der Wohngemeinschaft,
- mehreren betreuten Kleinwohnungen außerhalb der Wohngemeinschaft.
Ein neues Haus für das Sozialpädagogische Jugendwohnen BregenzDas Sozialpädagogische Jugendwohnen ist ein Angebot an männliche und weibliche Jugendliche ab dem Alter von 13 Jahren bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres, die eine Unterbringung und Betreuung außerhalb ihrer Herkunftsfamilie benötigen und dies auch wünschen.
Die Aufnahme wird von der Jugendwohlfahrt des Landes veranlasst, wenn die Herkunftsfamilie mit der Erziehung überfordert ist oder wenn Suchtmittel-Missbrauch, Gewalt oder Krankheit das Verbleiben im Herkunftssystem verhindern.
Den Jugendlichen werden Einzelzimmer zur Verfügung gestellt. Die Aufenthaltsdauer beträgt im Durchschnitt drei Jahre.
Jugendliche im Sozialpädagogischen Jugendwohnen DornbirnDie pädagogische Grundintention des Sozialpädagogischen Jugendwohnens besteht darin, die Jugendlichen im Prozess der autonomen, bewussten, eigen- und sozial verantwortlichen Lebensführung zu unterstützen, Entscheidungen, die das eigene Leben betreffen, zu teilen und gemeinsame Lösungen zu finden. Dies bedeutet den Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, mitsprechen, mitgestalten und mitbestimmen zu dürfen. Die jungen Menschen sollen ihre Wünsche, Interessen, Vorstellungen äußern, Vor- und Nachteile abwägen, mitverhandeln und schließlich mitbestimmen können.
Heranwachsende finden im Sozialpädagogischen Jugendwohnen ein stabiles Umfeld für ihre Entwicklung und zuverlässige Bezugspersonen rund um die Uhr. SozialpädagogInnen begleiten sie auf dem Weg zu Eigenverantwortung und Selbstständigkeit. Bei Bedarf werden LehrerInnen und TherapeutInnen hinzugezogen.
Ein wesentlicher Teil der Arbeit mit den Jugendlichen ist die Gestaltung und die Bewältigung des Alltäglichen. Hierfür gibt es einige Grundsätze:
- Ehrlichkeit und Offenheit gegenüber allen Beteiligten
- positive Konfliktbewältigung
- Gleichberechtigung von Frauen und Männern
- Akzeptanz/Toleranz gegenüber dem Einzelnen
- Wertschätzung und gegenseitiger Respekt
- Einhaltung der eigenen und fremden Grenzen
- konstruktiver Umgang mit Frustration
- bewusster Umgang mit Gefühlen