Die SOS-Jugendwohngemeinschaft stellt Rahmenbedingungen bereit, in denen es den Jugendlichen ermöglicht wird nachzureifen, sich weiter zu entwickeln und ihre Stärken und Begabungen zu erkennen und zu nutzen.
Die Jugendlichen werden nach einem "erfolgreichen" Probewohnen aufgenommen. Erfolgreich bedeutet in diesem Sinne, dass der Jugendliche die Fähigkeit und Bereitschaft besitzt, in einer WG gemeinsam mit anderen Jugendlichen leben zu können. Wichtig ist auch die Bereitschaft des Jugendlichen einer Ausbildung oder Arbeit nachzugehen.
Der Aufnahme der Jugendlichen aus dem SOS-Kinderdorf geht eine zweijährige Vorbereitungsphase voraus. Der Jugendliche wird langsam und sorgfältig auf die Ablöse aus der SOS-Kinderdorf-Familie vorbereitet. Dies geschieht natürlich nur, wenn die jungen Menschen in die SOS-Jugendwohngemeinschaft übersiedeln möchte.
In der pädagogischen Arbeit sieht sich das Betreuer/innen-Team der SOS-Jugendwohngemeinschaft Salzburg dem "Grundsatz des Helfens" verpflichtet. Die wichtigsten Stichworte hierfür sind: anleiten, beraten, begleiten und unterstützen.
Die Betreuer/innen begleiten den Prozess der individuellen Persönlichkeitsentwicklung, damit fördern sie die Selbstständigkeit der Jugendlichen. Weitere Zielvorstellungen sind:
- Erlernen von Konfliktlösungen und Gemeinschaftsbewusstsein
- Die eigene Zukunft planen und Perspektiven entwickeln lernen
- Persönliche Stärken und Schwächen in der Gruppe erleben
- Ein realistisches Berufsbild entwickeln
- Ein Klima schaffen, das eine realistische Auseinandersetzung mit dem Herkunftssystem und dessen Geschichte ermöglicht
- Begabungen und Fähigkeiten entwickeln, eigene Grenzen kennen lernen.
Außenkontakte
Die SOS-Jugendwohngemeinschaft versteht sich als weiterführende Einrichtung des SOS-Kinderdorf. Die vorhandenen Beziehungen zur SOS-Kinderdorf-Mutter und zum SOS-Kinderdorf werden im Alltag besonders berücksichtigt. Die Kontakte zu leiblichen Eltern, Verwandten, Geschwistern etc. werden gezielt gefördert. Einerseits ist dies wichtig als Schritt zur Aufarbeitung der eigenen Geschichte, andererseits als Schritt zur sozialen Integration.