
Es gibt viele Gründe, warum Familien in Not geraten können. Gerade auch die minderjährigen Familienmitglieder kommen dann in existenzielle Schwierigkeiten. Das Jugendwohlfahrtsgesetz sieht vor, dass in solchen Fällen den Familien unter dem Begriff "Unterstützung der Erziehung" fachmännische Hilfe in einem bestimmten Stundenausmaß und über einen bestimmten Zeitraum gewährt wird. Das Kindeswohl steht dabei im Mittelpunkt, wobei klar ist, dass in den meisten Fällen Arbeit mit dem ganzen Familiensystem angebracht ist, um tatsächliche Veränderungen zu erreichen.
SOS-Kinderdorf engagiert sich in der ambulanten Familienarbeit nicht zuletzt deshalb, weil es aus jahrzehntelanger Erfahrung weiß, wie sehr Kinder mit ihren Familien der zielgerichteten Unterstützung bedürfen, um krisenhafte Zeiten gut zu überstehen. Im Vorfeld kann so möglicherweise eine Fremdunterbringung der Kinder verhindert werden.
Multiprofessionelle Teams im Auftrag der Jugendwohlfahrt
Der Hauptsitz der Ambulanten Familienarbeit Tirol ist in der Tschamlerstrasse 10 in Innsbruck. Die multiprofessionellen Teams der Familienarbeiter beschäftigen unter anderem PsychologInnen, TherapeutInnen, SozialarbeiterInnen und PädagogInnen. Finanziert wird diese Betreuungsleistung ausschließlich über die Stundensätze der Jugendwohlfahrt.
Unser Angebot
- Beratung der Eltern in Erziehungsangelegenheiten
- Unterstützung für Kinder und Jugendliche
- Familien- und Elterngespräche
- Praktische Hilfestellungen
- Vermittlungs- und Vernetzungstätigkeit
Wir versuchen, gemeinsam mit der Familie Belastungssituationen anzusprechen, konstruktive Weiterentwicklungsmöglichkeiten zu erarbeiten und lebbare Lösungen vor Ort zu erproben.
Ambulante Familienarbeit findet sowohl in der Familie zuhause, wie auch in unseren Büroräumlichkeiten und in Räumen anderer Einrichtungen, in der Natur und in Freizeiteinrichtungen statt.