Viele Kinder und Jugendliche in Europa können aus verschiedenen Gründen nicht in ihren Herkunftsfamilien aufwachsen und kommen aufgrund einer behördlichen Intervention in Fremdunterbringung. Für sie gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Betreuungsformen, deren Ziel es ist, ihre Entwicklungschancen zu sichern und zu verbessern. Basierend auf der UN-Konvention über die Rechte des Kindes sollen einheitliche Qualitätsstandards für die Betreuung von Kindern und Jugendlichen außerhalb ihrer Herkunftsfamilien formuliert und in der Praxis angewandt werden.
Ziele des Projektes
Die Ziele des Projektes, das von SOS-Kinderdorf in Kooperation mit FICE (Féderation Internationale des Communautés Educatives) und IFCO (International Foster Care Organisation) durchgeführt wird, sind:
- Sichern und verbessern der Entwicklungschancen von Kindern und Jugendlichen
- Sammlung von regionalen Good Practices und Weiterentwicklung zu einheitlichen Qualitätsstandards für die Betreuung von Kindern und Jugendlichen außerhalb ihrer Herkunftsfamilien
- Aufbau eines europäischen Netzwerkes für den Wissens- und Erfahrungsaustausch unter PraktikerInnen, Fachleuten und VertreterInnen der Jugendwohlfahrtsbehörden, die sich für die Weiterentwicklung und Umsetzung von einheitlichen Qualitätsstandards einsetzen
Die wesentlichen Stationen des Projektes
2004:
- Auswahl von nationalen Projekt-KoordinatorInnen in 32 Ländern
- Treffen der nationalen KoordinatorInnen in der Hermann-Gmeiner-Akademie in Innsbruck
- Sammlung von Good Practices und vorhandenen Qualitätsstandards für die Betreuung von fremd untergebrachten Kindern und Jugendlichen
2005:
- Europäischer Kongress in Gmunden
- Arbeitsprozess in länderübergreifenden Arbeitsgruppen
2006/2007:
- Auswertungs-Workshop der Arbeitsgruppen und Publikation von Qualitätsstandards
Weitere Informationen sind auf der Projekt-Homepage www.quality4children.info abrufbar.