Hauptstadt: Kampala
Fläche: 241.038 km²
Bevölkerungszahl: 27,3 Millionen (Juli 2005)
Bevölkerungsgruppen: Bantustämme, wie z.B. Ganda, Soga, Nyoro, Nkole und Toro, Pygmäenstämme, Europäer, Asiaten und Araber.
Amtssprache(n): Englisch und Swahili
Religion(en): Christentum, Stammesreligionen, Islam.
Währung: 1 Uganda-Schilling = 100 Cent
SOS-Kinderdorf-Aktivitäten im Land
Die Initiativen von SOS-Kinderdorf International in Uganda begannen im Jahr 1988 mit der Unterzeichnung eines Regierungsabkommens. Als erstes SOS-Kinderdorf Projekt entstand das SOS-Kinderdorf Kakiri in der gleichnamigen kleinen Ortschaft, unweit der Hauptstadt Kampala. Der Standort wurde bewusst im Luwero-Dreieck gewählt, da dieser Teil Ugandas von den Kriegsereignissen im Jahr 1985 besonders schwer betroffen war. Am selben Standort errichtete SOS-Kinderdorf auch einen Kindergarten, eine Grund- und Sekundarschule und ein medizinisches Zentrum und leistet damit einen positiven Beitrag, die Lebensumstände der lokalen Nachbarschaft zu verbessern. Im Juni 1997 wurde nach mehrjährigen Bemühungen ein lokaler Rechtsträger gegründet, der "SOS Children's Village of Uganda Trust". Seit 1997 hat Ugandas First Lady, Frau Museveni, die Schirmherrschaft für die SOS-Kinderdorf-Arbeit in Uganda übernommen.
Der Bedarf an sozialen Einrichtungen für Waisenkinder ist groß, nicht zuletzt aufgrund der grassierenden Aidsepidemie, und deshalb entstand in Entebbe das zweite SOS-Kinderdorf in Uganda. Ein neues Regierungsabkommen mit der Republik von Uganda wurde am 14. März 2002 unterzeichnet, welches eine verstärkte Anerkennung und Unterstützung der SOS-Kinderdorf-Arbeit von Seiten der Regierung garantiert.
Im Juni 2002 startete SOS-Kinderdorf Uganda ein SOS-Nothilfeprogramm in Gulu, um die Situation von Flüchtlingskindern im Norden des Landes zu verbessern. Inzwischen sind die Nothilfeaktivitäten zum Teil in permanente SOS-Einrichtungen übergeführt. Im April 2009 konnte der Bau des permanenten SOS-Kinderdorfes samt SOS-Kindergarten beendet werden und die SOS-Familien, die über sechs Jahre in provisorischen Gebäuden untergebracht waren, bezogen ihr neues Heim.
An allen SOS-Standorten gibt es Familienstärkungsprogramme. Ziel dieser Art von Programm ist es, Kindern, die Gefahr laufen, von ihrer Herkunftsfamilie getrennt zu werden, den Verbleib in ihrer Familie zu sichern. Um dies zu erreichen, arbeitet SOS-Kinderdorf direkt mit den Familien und den jeweiligen Gemeinden und stärkt sie in ihren Fähigkeiten, die Kinder bestmöglich zu betreuen und zu schützen. Organisiert wird diese Präventivarbeit gemeinsam mit lokalen Behörden und anderen Sozialpartnern.
Zur Zeit gibt es in Uganda drei SOS-Kinderdörfer, eine SOS-Jugendeinrichtung, drei SOS-Kindergärten, eine SOS-Hermann-Gmeiner-Schule, drei SOS-Sozialzentren und zwei SOS-medizinische Zentren. Ein SOS-Kinderdorf ist in Bau.