
SOS-Kinderdorf-Familie
Die familiennahe Struktur eines SOS-Kinderdorfes wird von vier wesentlichen Elementen bestimmt: der SOS-Kinderdorf-Mutter, den Geschwister, dem Haus und dem Dorf.
Die Mutter
Jedes Kind bekommt eine SOS-Kinderdorf-Mutter, die stellvertretend für die leiblichen Eltern zur ständigen Bezugsperson wird. Sie lebt gemeinsam mit den ihr anvertrauten Kindern in einem eigenen Haus wie eine Familie zusammen. Sie gestaltet mit ihnen den Familienalltag, schafft verlässliche und tragfähige Beziehungen.
Die Geschwister
Buben und Mädchen unterschiedlichen Alters wachsen wie Geschwister gemeinsam in einer SOS-Kinderdorf-Familie auf. Die Kinder besuchen öffentliche Schulen, da ein großer Wert auf die Integration in die umliegende Gemeinde gelegt wird. Der SOS-Kindergarten steht für Kinder aus der Umgebung offen.
Das Haus
Das Haus ist der beschützende äußere Rahmen einer SOS-Kinderdorf-Familie. Jede SOS-Kinderdorf-Familie lebt in einem Einfamilienhaus, das die Familie nach eigenen Wünschen und Bedürfnissen gestalten kann.
Das Dorf
Jedes SOS-Kinderdorf besteht aus durchschnittlich 10 bis 15 Familienhäusern. In vielen Dörfern gibt es einen Kindergarten, den auch Kinder der umliegenden Gemeinden besuchen. Die Familienhäuser sind in die Dorfgemeinschaft eingebettet und auf diese Weise wird den Kindern das Gefühl von Heimat und Zugehörigkeit vermittelt.
Wichtig ist die Förderung der Selbstständigkeit
Besonderes Augenmerk wird auf eine intensive Vorbereitung der Kinder auf ein selbstständiges Leben gelegt. Jedes Kind erhält, abgestimmt auf seine individuellen Bedürfnisse, jene Schulbildung und Berufsausbildung, die ihm nach Verlassen des SOS-Kinderdorfes ein selbstbestimmtes, finanziell unabhängiges und sozial integriertes Leben ermöglichen.