"Königin der Löwen" 

Hildegard Pirker wuchs im SOS-Kinderdorf Hinterbrühl/NÖ auf und lebt nun als Chef-Tierpflegerin am "Lionsrock" in Südafrika.
"Im SOS-Kinderdorf aufzuwachsen war toll", erzählt Hildegard Pirker.Bereits als Baby kam Hildegard Pirker (45) zu ihrer SOS-Kinderdorf-Mama Irmgard Hönigmann. "Im Laufe der Jahre habe ich immer mehr gemerkt, welches Glück ich hatte, zu meiner Mama ins Kinderdorf gekommen zu sein. Ich bin nach wie vor überzeugt, dass SOS-Kinderdorf das Beste ist, was mir als Sozialwaise passieren konnte."

Zwischenstation Büro

Nach der Matura war Hildegards großer Wunsch entweder mit Kindern oder Tieren zu arbeiten. Da die Finanzierung einer Ausbildung nicht möglich war, begann sie im Wiener Patenbüro von SOS-Kinderdorf zu arbeiten. "Die Arbeit machte mir wirklich Spaß, obwohl ich eigentlich nicht ins Büro wollte. Ich war sechs Jahre dort, bevor ich in den Tierpark Gänserndorf wechselte."

Fünf der geretten Löwen, die von "Vier Pfoten" und Hildegard nach Südafrika gebracht wurden. Tierpflegerin: ein Traum wurde wahr

Gestartet hat Hildegard im Tierpark Gänserndorf/NÖ im Büro, absolvierte aber berufsbegleitend eine Tierpflegerausbildung und arbeitete sich bis zur Chef-Tierpflegerin hoch. "2004 musste der Tierpark Konkurs anmelden. Es war die schlimmste Zeit in meinem Leben. Ich blieb, bis alle 700 Tiere einen neuen Platz bekommen hatten. Es war herzzerreißend!" "Gemeinsam mit Kollegen kaufte ich einige der Tiere frei und bezahlte das Futter", berichtet Hildegard. Die Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" nahm sich der verbliebenen 14 Löwen an und brachte sie 2007 in die neu gegründete Raubkatzenauffangstation "Lionsrock" nach Südafrika.

"Südafrika ich komme"

Hilgedard Pirker bekam von "Vier Pfoten" das Angebot als Spezialistin mitzukommen. Hildegard verantwortet im Wildtierpark als Chef-Tierpflegerin den gesamten Tierbetrieb, von der Fütterung bis zur Gehegeplanung. "Ich bin hier sehr glücklich. Ich bin sehr stolz auf SOS-Kinderdorf und dass der Gründer Hermann Gmeiner ein Österreicher war." Den "Lionsrock" kann man auch besuchen und dort übernachten. Hildegard: "Ich freue mich immer auf Besucher, mit denen ich mich in meiner Muttersprache unterhalten kann!"
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