SOS-Kinderdorf hat in vier Ländern mehr als 2.200 Familienhäuser errichtet. (Foto: Dominic Sansoni)
Direkte Nothilfe für 23.000 Menschen
SOS-Kinderdorf startete dank der beeindruckenden Spendenbereitschaft in den europäischen Ländern bereits in den ersten Tagen nach der Katastrophe sein Hilfs- und Wiederaufbauprogramm, das schließlich in ein langfristiges Engagement überging. Auf die akute Nothilfe für mehr als 20.000 Menschen folgten kurz- und mittelfristige Hilfsprogramme sowie der Bau von 2.230 Familienhäusern für insgesamt rund 11.000 Menschen und die Übergabe von 343 Fischerbooten.
Auf- und Ausbau von Infrastruktur
Im SOS-Sozialzentrum in Nagapattinam können Frauen Ausbildungskurse absolvieren. (Foto: Dominic Sansoni)Anfang 2008 waren so gut wie alle Projekte in Indonesien, Sri Lanka, Indien und Thailand baulich fertig gestellt, darunter auch 18 Mehrzweckzentren und zwei Schulen, die den Gemeinden übergeben werden konnten und deren soziale Angebote (Kindertagesstätten, Ausbildungskurse, Familien- und Gesundheitsberatung etc.) von jedem in Anspruch genommen werden können. Für viele Projekte trägt SOS-Kinderdorf die Verantwortung, wird diese aber in absehbarer Zeit an Partner übertragen. So gibt es vor allem in Sri Lanka eine Reihe von Sozialprogrammen, die hunderte Familien unterstützen und die ab Ende 2010 von den jeweiligen Gemeinden übernommen werden sollen.
Sechs Kinderdörfer für 700 Kinder
Im SOS-Kinderdorf in Puducherry, Indien. (Foto: Patrick Wittmann)Sechs SOS-Kinderdörfer (zwei in Indien, eines in Thailand, drei in Indonesien) wurden errichtet, um jenen Kindern ein neues Zuhause zu geben, die durch den Tsunami ihre Eltern verloren haben oder deren Eltern aus anderweitigen Gründen nicht für sie sorgen können. Heute wachsen in diesen SOS-Kinderdörfern mehr als 700 Kinder auf. Parallel dazu gibt es an vielen Standorten SOS-Familienförderprogramme und SOS-Sozialzentren. Mehr als 3.600 Kinder und Erwachsene werden zurzeit mit diversen sozialen Angeboten unterstützt und begleitet; der Start weiterer Programme, so zum Beispiel in Komari in Sri Lanka, ist für 2010 geplant.