Monika Psenner aus Tirol koordiniert die SOS-Hilfe in Ostafrika. Hier im "Child friendly space" im Flüchtlingscamp Badbado. (Foto: SOS)Die Sicherheitslage in der somalischen Hauptstadt ist nach wie vor prekär. Das SOS-Kinderdorf und die SOS-Klinik mussten bereits vor Wochen evakuiert werden, als sie bei Kämpfen zwischen Al Shaabab Verbänden und Regierungstruppen zwischen die Fronten geraten waren.
Kindern und SOS-Müttern geht es gut
Monika Psenner besuchte die SOS-Kinderdorf-Mütter und Kinder, die außerhalb der Stadt untergebracht sind: "Es geht ihnen den Umständen entsprechend gut. Die Frauen sind großartig und sehr mutig! Plötzliche Evakuierungen sind für sie Teil des Alltags. Sie schauen trotz aller Probleme zuversichtlich in die Zukunft – und hoffen, bald wieder ins SOS-Kinderdorf zurückzukehren. Die Evakuierung bleibt aber vorerst aufrecht: SOS-Kinderdorf und SOS-Klinik liegen noch immer direkt im umkämpften Teil der Stadt!"
2.189 Kinder und 707 schwangere Frauen in nur sechs Tagen neu aufgenommen
Die SOS-Feldklinik im Flüchtlingscamp Badbado in Mogadischu.Schwerpunkt der SOS-Nothilfe in Mogadischu sind aktuell die provisorische Krankenstation und die SOS-Feldklinik im Flüchtlingscamp Badbado (10 km entfernt). Monika Psenner: "Unsere SOS-MitarbeiterInnen geben dort ihr Letztes, um Leben zu retten und Überleben zu sichern! Allein vom 26.11 bis 2.12. gab es in der provisorischen Krankenstation 2.389 Neuaufnahmen von Kindern; 95 davon schwer unterernährt. Auch 707 schwangere Frauen wurden innerhalb dieser sechs Tage aufgenommen. Und in der SOS-Klinik im Flüchtlingscamp Badbado versorgt das SOS-Team täglich rund 250 Patienten, auch dort vor allem unternährte Kinder und Mütter mit Kindern".
"Child friendly space" für 362 Kinder im Flüchtlingscamp Badbado
Im "Child friendly space" einmal wieder Kind sein, wenn auch nur für ein paar Stunden.Am Eingang des Flüchtlinscamps hat SOS-Kinderdorf einen "child friendly space" eingerichtet, ein großes Zelt, wo Kinder in sicherer und kindgerechter Atmosphäre betreut werden und miteinander spielen können. "Wir wollen den Kindern wieder einen normalen Alltag bieten, wo sie wieder Kind sein dürfen. Diese Momente waren etwas vom Schönsten, das ich vom Besuch mitnehmen konnte, hier Kinder wieder fröhlich lachen und spielen zu sehen!"
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