"Das Dorf, wo das Kind König ist" 

"Le village où l’enfant est roi" titelte die französische Tageszeiung "Le Figaro" Anfang der fünfziger Jahre und meinte damit das SOS-Kinderdorf Imst.
Alle Kinder dieser Welt tragen die selben Sehnsüchte in ihrem Herzen: Ein liebevolles Zuhause und jemanden, der sie liebt.Alle Kinder dieser Welt tragen die selben Sehnsüchte in ihrem Herzen: Ein liebevolles Zuhause und jemanden, der sie liebt.Deutlich bringt der Leitartikel zum Ausdruck, was das 1. SOS-Kinderdorf der Welt bedeutet hat - insbesondere vor dem Hintergrund der gesellschaftspolitischen Situation der Nachkriegszeit.

Ein Ort voll Liebe

Hermann Gmeiner und seine beherzten Mitstreiterinnen und Mitstreiter haben in Imst keine gewöhnliche Tat gesetzt, sondern einen Ort geschaffen, der heimatlosen Kindern eine außergewöhnliche Zuwendung zukommen ließ: Einen Ort, wo sie eine über das übliche Maß hinausgehende Aufmerksamkeit und Achtsamkeit erfuhren, in emotionaler, aber auch materieller Hinsicht. Einen Ort, wo sie sich zugehörig, angenommen und in ihrem wichtigsten Recht - dem Recht auf Kindheit – respektiert empfinden konnten.

So wurde in der Nachkriegszeit ein Dorf, wo die Kinder Könige sind, zum Zeichen der Hoffnung und gleichzeitig zum Modell für die Betreuung heimatloser Kinder auf der ganzen Welt. 60 Jahre ist es also her, dass die SOS-Kinderdorf-Idee in Imst erstmalig Gestalt angenommen hat, die erst in Österreich und schließlich weltweite Verbreitung finden sollte. Was 1949 in Imst begann, ist inzwischen in 132 Ländern fest verankert, ist zum größten privaten Sozialwerk der Erde geworden.

Ein Dank an unsere Freunde

Diese Tatsache möchten wir in diesem Jahr anerkennen und voll Stolz mit vielen Menschen in Österreich teilen: Unser 60. Geburtstag ist der Anlass, um unseren wertvollen Freundinnen und Freunden aufrichtig dafür zu danken, dass sie unseren Weg begleiten und unterstützen! Gleichzeitig möchten wir anlässlich 60 Jahre Bilanz ziehen und auf die Zukunft verweisen: Auch nach 60 Jahren hat sich die Situation der Kinder in Österreich und in der Welt nicht verbessert. Nach wie vor gibt es viele Kinder, die noch immer ein liebevolles Zuhause vermissen. Deshalb braucht es weiterhin Menschen, die mit uns Verantwortung für Kinder tragen!

Sylvia Moser, SOS-Kinderdorf
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